Hermann Ritt, Metzenöd 31, 3353 Biberbach, +43 (0)699/81327298, energieholz@metzened.at
Pappel und Weiden wachsen auch auf Grenzertragsböden und schlechten Böden recht gut wobei ein guter Standort natürlich höhere Erträge erwarten lässt.
Wichtig sind folgende Faktoren:
Pappel und Weiden sind Lichtbaumarten und können in schattigen Flächen nicht gut wachsen. Wenn die Kurzumtriebsfläche an einem Waldrand gepflant werden soll so bitte nur auf der Südseite oder wo im Sommer zumindest 6 Stunden Sonne hinkommt.
Pappel benötigen eine Jahresdurchschnittstemperatur von mindestens 8,5°C. Die Sorte Max-5 ist aber aufgrund der speziellen Züchtung bereits ab 6,5°C und somit auch für etwas rauere Gebiete in höheren Lagen geeignet. Wird es aber zu kühl sollten nur mehr Weiden genutzt werden. Bitte kontaktieren Sie mich für genauere Information. Mit der Angabe Ihrer Postleitzahhl kann ich die Eignung eines Standortes bestimmen.
Das natürliche Vorkommen von Pappel und Weiden ist an Fussläufen und Auwäldern. Sie benötigen daher ausreichend Feuchtigkeit. Die benötigte Niederschlagsmenge in der Vegetationszeit von 350mm wird in den meisten Teilen Österreichs erreicht. Eine Grundwasserversorgung ist aber von Vorteil. Kunden haben mir berichtet dass selbst auf sehr steinigen Standorten der Anwuchs hervorragend war. Solange aber die Stecklinge mit dem Wurzeln beschäftigt sind ist ein feuchtes Frühjahr sicher von Vorteil. Die Sorte Max-5 wurzelt sehr schnell und ist hier bei sehr trockenen Anwuchswetter gegenüber anderen Sorten im Vorteil.
Forstliche Pappelsorten wie Panonnia und Kopecky benötigen idealerweise pH-Werte von 6,5 bis 7,5. Die Pappelsorte MAX-5 fühlt sich bei pH 6 bis 7, also leicht saurerem Boden wohl. Gerade bei Flächen welche gegüllt wurden ist der pH-Wert etwas geringer als bei Flächen mit Festmistdüngung. Somit ist dort Max-5 besser geeignet.
Wenn eine Versuchsfläche angelegt wird um zu prüfen ob ein Standort geeignet ist, so sind einige Faktoren zu berücksichtigen:
* Die Versuchsfläche muss genau so gepflegt und behandelt werden wie eine „große“ Anlage.
Aus Erfahrung weiß ich dass Kunden die Versuchsflächen oft vernachlässigen und dann mit dem Aufgang unzufrieden sind da z.B. Unkraut überhand nimmt oder ein zu schattiger Standort am Waldrand gewählt wurde.
* Das Wetter im Frühjahr und Sommer kann von Jahr zu Jahr stark schwanken wodurch kein 100%iger Schluss auf den Standort alleine gezogen werden kann.
* Eine kleine Menge Steckmaterial ist üblicherweise teurer also größere Stückzahlen.
„Eine gute Beratung und Planung erspart die Anlage einer Versuchsfläche und läßt den Energiewirt gleich voll wegstarten.
Besser ist es eine Teilfläche anzulegen um später zu erweitern
(Eventuell bereits mit den eigenen Stecklingen)“