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Energieholz  Metzened

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Grundsätzliches

Der Pflanzabstand richtet sich nach der geplanten Umtriebszeit (Um triebs zeit). Dies ist das Intervall zwischen zwei Ernten und wird immer in Jahren angegeben. Je kürzer die Umtriebszeit gewählt wird umso dichter sollte gepflanzt werden. Eine Fahrgasse von 2,8 bis 3 Meter für Pflegemaßnahmen oder die Ernte ist aber meistens empfehlenswert. Grundsätzlich spricht man von kurzen Umtriebszeiten wenn alle 2 bis 4 Jahren geerntet werden soll. Bei Ernteintervallen von 5 bis 8 Jahren spricht man von langen Umtriebszeiten. Andere Begriffe für Kurzumtrieb sind „Short Rotation Croppice“, „Feldholz“ oder „Holz vom Acker“.

Lange Umtriebszeiten

Lange Umtriebszeiten (5-8 Jahre) werden gewählt wenn mit gängiger Forsttechnik (Motorsäge Forstkran, Harvester..) geerntet werden soll. Dies ist meist auf unwegsamem Gelände oder steilen Flächen und Böschungen der Fall.

Es kann aber auch für kleine ebene Flächen sinnvoll sein wo sich das vollmaschinelle Ernten mit einem Feldhäcksler nicht auszahlt (Anfahrtskosten,..). Bei langen Umtriebszeiten d.h. bei großen Stammdurchmessern werden die Bäume üblicherweise gefällt und werden erst nach einiger Zeit, wenn sie Feuchtigkeit verloren haben weiterverarbeitet. Das Hackgut ist somit trockener als bei vollmechanischer Ernte.


Besonders sinnvoll erscheint mir das Fällen im Herbst sobald das Laub abgefallen ist. Anschließend können die Bäume über den Winter in kleinen Haufen auf der Energieholzfläche bleiben um im Frühjahr eingesammelt zu werden.

Wenn die Rinde etwas offen ist (Schlitzen entlang des Stammes mit der Motorsäge) erfolgt die Trocknung rascher.

Lange Umtriebszeiten sind nur für Pappel sinnvoll nicht aber für Weiden. Dies liegt daran, dass Pappel eher wenige Austriebe nach der Ernte produziert und die Holzmasse durch dickere Stämme bildet. Weiden hingegen bilden ihre Holzmasse durch viele Austriebe.



Welcher Reihenabstand ist ideal für meine Kultur?

Kurze Umtriebszeiten

Kurze Umtriebszeiten (2-4 Jahre) werden gewählt wenn die Ernte vollmechansich mit einem speziellen Feldhäcksler erfolgen soll. Diese Art der Ernte ist aufgrund der Schlagkraft die wirtschaftlichse bietet aber auch Nachteile: Da Pappel und Weiden zur Familie der Weidengewächse zählen enthalten sie eine relativ hoche Feuchtigkeit von 50-60% im erntefrischen Holz. Derart feuchte Hackschnitzel können ohne Trocknung nicht in Kleinfeuerungen genutzt werden. In Heizkraftwerken ist die Nutzung aber möglich.

Kurze Umtriebszeiten und somit die vollmechanische Ernte mit Feldhäcksler sind sowohl für Pappel als auch Weiden möglich, es sollten aber Doppelreihen angelegt werden.

Der Bestand bei vollmechanischen Ernte sollte aber möglichst gleichmäßig sein, da sich der Erntezeitpunkt nach dem größten Stammdurchmessern richtet. Bis zu 15cm Durchmesser kann derzeit vollmechanisch geerntet werden.




Beispiel für den Pfanzabstand für lange Umtriebszeiten. Die Fahrgasse richtet sich nach den verfügbaren Maschinen zur Pflege und Ernte:

Beispiel für den Pfanzabstand für lange Umtriebszeiten. Die Fahrgasse richtet sich nach den verfügbaren Maschinen zur Pflege und Ernte: